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 Kastration |
Zu unseren Hauptaktivitäten gehört das Einfangen von freilebenden Katzen, um sie kastrieren zu lassen.
Die Natur hat dafür gesorgt, dass Katzen nie auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten auftauchen werden. Was die
Natur aber leider nicht für jede einzelne Katze garantieren kann, ist die Kraft zum Überleben.
Viele Katzen verhungern oder infizieren sich mit sehr ansteckenden, oft tödlichen Krankheiten, weil die Versorgung von
Menschen nicht gegeben ist. Oder noch schlimmer, die Katzenmutter stirbt und die neugeborenen Baby's bleiben allein zurück.
Um diesem Elend soweit wie möglich ein Ende zu machen, müssen wir reagieren. Der erste Schritt ist es, etwas gegen die
zunehmende Katzenpopulation zu unternehmen.
Die folgende Rechnung zeigt auf, wie die Population eines einzigen Katzenpaares im Zeitraum von 10 Jahren zunimmt. Rechnet
man mit 2 Würfen im Jahr, bei dem 3 Junge überleben, ergibt das:
nach 1 Jahr = 12 Katzen
nach 2 Jahren = 66 Katzen
nach 3 Jahren = 382 Katzen
nach 4 Jahren = 2.201 Katzen
nach 5 Jahren = 12.680 Katzen
nach 6 Jahren = 73.041 Katzen
nach 7 Jahren = 420.715 Katzen
nach 8 Jahren = 2.423.316 Katzen
nach 9 Jahren = 13.958.290 Katzen
nach 10 Jahren = über 80 Millionen Katzen...
Kastration ist unnatürlich
Einige meinen, dass Kastration Tierquälerei wäre. Was wir hiermit erläutern möchten, ist dies: für die herrenlosen Katzen
ist eine Geburt von bis zum 6 Katzenbaby's eine große Belastung. Die freilebenden Katzen führen ein Leben ohne ausreichende
Nahrung und ohne ärztliche Versorgung. Wenn sie von Menschen nicht aufgenommen werden, werden viele nicht überleben. Ist das
natürlich? Die Antwort ist ja. Die stärksten überleben, so wurde die Natur beschrieben. Bereits vor einigen hundert Jahren
hat der Mensch die Katze domestiziert, weil er sie zum Schutz seiner Nahrung vor Ratten und Mäusen brauchte. Seitdem lebt
die Katze an unserer Seite und wir sind für sie verantwortlich. Wir möchten jeder Katze die Chance zum Überleben geben.
Helfen Sie bitte mit. Lassen Sie Ihre Katze kastrieren. Ihr Tierarzt berät sie gern.
Kastration Katzen, allgemeine Information
Rolligkeit
Katzen werden in der Regel im Frühjahr und im Spätsommer rollig. Dies dauert meistens ca. sechs Tage und endet, wenn die
Katze gedeckt worden ist. Wird die rollige Katze nicht gedeckt, tritt die Rolligkeit in kurzen Abständen immer wieder auf.
Ihre Katze kann dann unsauber und unausgeglichen werden. Eine Katze kann zwei bis drei mal im Jahr zwischen drei und sechs
Junge pro Wurf bekommen.
Wie äußert sich die Rolligkeit?
Ihre Katze rollt sich auf dem Boden hin und her. Sie ist besonders schmusig, läuft mit durchgebogenem Rücken und aufwärts
gehobenem Hinterteil und hebt ihren Schwanz hoch. Dabei kann sie ausdauernd und ungewöhnlich laut miauen.
Kastrieren/Sterilisieren
Bei der Sterilisation werden der Katze die Eileiter und dem Kater die Hodenstränge unterbunden. Bei der Katze bleibt die
Rolligkeit erhalten.
Bei der Kastration werden der Katze die Eierstöcke und dem Kater die Hoden entfernt. Eine Sterilisation wird in den
seltensten Fällen durchgeführt.
Über die Pflege und Versorgung nach der Operation (z. B. nach zehn Tagen Fäden ziehen lassen oder der Freilauf) informiert
sie Ihr Tierarzt. Die Kastration wird unter einer leichten Narkose durchgeführt. Kater laufen meist kurz nach dem Aufwachen
wieder herum, wenn auch noch etwas wackelig. Da bei Katzen ein Bauchschnitt erforderlich ist, ist hier die Narkose etwas
stärker und die Katze ein paar Stunden länger, um sich zu erholen.
Kosten
Die Kosten für die Kastration eines Katers sind etwa um die Hälfte geringer als die für den Eingriff an einer Katze. Sie
variieren von Tierarzt zu Tierarzt. Im Schnitt kostet die Kastration eines Katers zwischen 40 und 50 EUR.
Mit welchem Alter darf ich meine Katze oder meinen Kater kastrieren lassen?
Ein Kater kann bei Frühreife ab dem fünften Monat, meist jedoch erst mit acht Monaten kastriert werden. Bei einer Katze kann die Operation im Alter von sechs bis zwölf Monaten durchgeführt werden. Bei Frühreife auch eher.
Vorteile/Nachteile
Kastrierte Kater und Katzen können dazu neigen, zuzunehmen. Deshalb sollten Sie auf die Ernährung und Futtereinteilung
achten. Durch die Kastration vergeht der strenge Geruch eines Katers. Des weiteren streunen Kater nicht mehr herum und
geraten somit in keine "Raufereien", bei denen sie sich Verletzungen und Erkrankungen holen können. Es gibt Meinungen, nach
denen kastrierte Katzen und Kater ihre Aufgabe als Mäusefänger nicht mehr gut genug erfüllen. Einige Menschen wehren sich
daher gegen eine Kastration ihrer Tiere. Nach unseren Erfahrungen stimmt dies nicht. Auch kastrierte Katzen und Kater
bleiben weiterhin gute Mäusefänger, vielleicht auch deswegen, weil sie nicht mehr soviel Zeit mit ihrem Sexualleben
verbringen.
Warum kastrieren?
Um die Vermehrung von Katzen zu stoppen, die zwei bis drei mal jährlich pro Wurf zwischen drei und sechs Junge bekommen können, müssen Katzen und Kater kastriert werden. Die Verantwortung für die optimale Unterbringung und somit die Pflege, Versorgung und menschliche Zuwendung für die unzähligen Katzenjungen kann nicht mehr gewährleistet werden. Außerdem können unkastrierte Kater bei der Deckung Viruserkrankungen, die sie durch Auseinandersetzungen mit ihren Artgenossen bekommen, auf die Katze übertragen. Ein Kater ist nämlich immer aktiv.
Sonstiges
Katzen sollten von Ihrem Tierarzt geimpft werden, mit der sogenannten dreifachen Impfung (Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut). Weiterhin sollten Sie regelmäßig eine Wurmkur bei Ihren Katzen durchführen. Bei freilaufenden Katzen drei- bis viermal und bei Hauskatzen und älteren Katzen zweimal pro Jahr. Ferner ist es ratsam, wenn Sie Ihr Tier hin und wieder mit einem Flohkamm nach Flöhen beziehungsweise Flohkot überprüfen. Es stehen verschiedene Flohmittel zur Verfügung. Sollten Sie weitere und ausführlichere Informationen benötigen, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt oder ziehen Sie Fachliteratur über Katzen zurate. |
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